Willkommen in der Welt von
Arthur Junior

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Shopping

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9 Künstler_innen erhalten am 9. Juli 2016 sechs orange Kuverts. Darin befinden sich sechs Tausender Noten, die wertvollste Note der Welt, gedruckt von der Schweizerischen Nationalbank. 1'000 Schweizer Franken. Die Künstler_innen geben das ganze Geld an der Oberen Bahnhofstrasse, der Einkaufsmeile von Wil aus. Aus den eingekauften Waren entsteht Kunst und diese wird ab dem 30. Juli der Öffentlichkeit präsentiert. Die ArtWil 2016 behandelt mit Shopping ein Thema das die Gesellschaft und die Kunstwelt seit je her bewegt. Wir wollen es, wir lieben es und wir tun es. Und das von jung bis alt. Ob bewusst, ökologisch oder verschwenderisch. Wir kaufen ein, wir wählen aus oder wir gehen einfach nur "go lädele", wie man hierzulande so schön sagt. Arthur Junior - der Kunstnomade aus dem Toggenburg - kuratiert die Ausstellung und regt, während des Sommerlochs, zum Diskurs an. Denn Einkaufen soll Spass machen. Darum behandelt die Cross-Media-Kunstaktion das Konsumieren als (gesellschaftlicher) Akt des (Über-) Lebens und stellt Fragen. Fragen über die Ware Kunst, Fragen zur künstlerischen Arbeit, Fragen über Investment.

Catherine Xu / Samuel Koch & Nina Emge / Lucie Biloshytskyy / James Stephen Wright / Domingo Chaves, Edmée Laurin & Fridolin Schoch / Martina Mächler / Musik: Marius Bär
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Arthur Junior im Dorf

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Arthur Junior war wieder unterwegs. Nicht alleine. Zusammen mit sieben jungen KünstlerInnen aus der ganzen Welt besetzte er für rund sechs Wochen das Dorf Bütschwil. Zwischen der katholischen Kirche mit Friedhof und dem Haus Erika, im altbekannten Bräggerhaus, richteten sie ihr Atelier ein. Dort entstand Grosses. An der Vernissage entdeckten die rund 90 Gäste dann in zwei geführten Rundgängen zusammen mit den KünstlerInnen die Animationen, Installationen, Skulpturen und Zeichnungen, die im ganzen Dorf verteilt waren. Ausserdem besuchten 13 Klassen aus dem Kindergarten, der Heilpädagogischen Schule und der Primar- und Sekundarschule die Ausstellung. Ganz nach ihren Wünschen und Vorlieben liessen die Kinder und Jugendlichen mit Draht, Farben, Filz, Karton, Holz und Papier im dunklen Keller ihr eigenes farbenes Dorf entstehen. Wird Arthur Junior wieder einmal das Dorf besuchen? Er weiss es noch nicht. Mit einem Blick zurück und der Wurst in der Hand, verlässt Arthur Junior das Dorf.

Nico Kast / Helena Hernàndez & Rafael Koller/Molly Haviland / Thomas Etheridge / Aysa Stettler / Dale Forbes Molina / Musik: Wassily

TSV Arthur Junior

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Arthur Junior spielt nicht nur herausragenden Fussball, er glänzt auch als begeisterter Turner. Vom 14. bis 21. Juni 2014 zeigte Arthur Junior seine künstlerische Vielseitigkeit in der alten Turnhalle Schafbüchel in Ebnat-Kappel und bekam Bestnoten. Es wurde Kunst geturnt: auf der Matte, an den Ringen, am Reck und am Barren. Im eigenen Vereinsstübli erzählte Arthur Junior dann voller Stolz und Freude seinen BesucherInnen von den Vereinserfolgen der letzten Jahrzehnte. Dass Kunstturnen aber weit mehr sein kann und soll als Nostalgie, das zeigten die dreizehn KünstlerInnen welche die Turnhalle zum Ort des kreativen Schaffens erklärten. Die vor Ort entstandenen Arbeiten brachten unter der Leitung der TSV Arthur Junior TurnlehrerInnen viele eingeladene Schulklassen zum Schwitzen und Nachdenken. Angeregte kritische Gespräche über Themen wie Scham, Entblössung oder Ausgrenzung, das Klingeln der Pausenglocke auf dem Schulhausplatz oder der Wimpelwettbewerb, mündeten in kunstturnerischer Höchstleistung. Mit Muskelkater, blauen Flecken und wunderschönen Erinnerungen verliess Arthur Junior die Turnhalle und überliess sie wieder den Vereinen und Kindergärtlern.

Jürgen Baumann / Raphaela Grolimund / Sara Grütter / Gregory Hari & Manuel Schneider / Tamara Hauser / Simon Hofman / Céline Liebi / Sonja Lippuner / Almira Medaric / Patricia Murawski & Léandre Thiévent / Tobija Stuker / Musik: Kapnorth / Das Pirmin Baumgartner Orchester

Arthur Junior zeltet auf dem Fussballplatz

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Arthur Junior zeltete auf dem alten Fussballplatz in Lichtensteig. Während 24 Stunden, durch drei Wochen war die Ausstellung geöffnet. Jeder und jede der wollte, durfte vorbeikommen und die Kunst und deren Schaffungsprozess bewundern.
Die rund 500 Besucher der Ausstellung hatten viel zu bestaunen. Aus dem Boden ragende Fussballerbeine, Geräuschkulissen aus dem Toggenburg, Skulpturen aus gefundenen Gegenständen, Gemälde, Videoinstallationen und vieles mehr. Die ortsspezifischen Arbeiten der Künstler und Künstlerinnen entstanden zum Teil unter aussergewöhnlichen Bedingungen: am Flussbett schon halb im Wasser oder aber unter ständiger Beobachtung der Besucher.

Andreas Brunner / Brigham Baker & Anina Yoko Gantenbein / Fiona Rafferty / Jérémy Sarbach / Katharina Balzer & Valentina Minnig / Josephine Nobile & Gregory Hari / Lea Wäckerlin / Michel Kiwic / Simon Egger / Lotta Gadola & Attila Maria Wittmer / Simon Hofmann / Philipp Spillmann / Svetlana Bürki / Musik: John Caroline / The Years Between

«Kalbts?»

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In der Kalberhalle in Lichtensteig, wo die Ausstellung «Kalbt’s?» stattfand, wurde früher der Kleinviehmarkt abgehalten. Über fünfhundert Kälblis gingen dort an einem Montagmorgen über die «Ladentheke». Man stelle sich nur mal den Mist vor, der da produziert wurde. Da der Handel irgendwann zu gross wurde und ein Platzproblem entstand, ist er zusammen mit dem Grossviehmarkt nach Wattwil verlegt worden. Die traditionsreichen Gemäuer werden seither für Kultur- und Begegnungsanlässe genutzt. Auch Arthur Junior fand an der einzigartigen Halle und ihrer Geschichte Gefallen. Die Ausstellung beschäftigete sich mit dem Thema Tradition und Moderne im Toggenburg. Eingelanden wurden wieder junge Kunstschaffende aus der ganzen Schweiz. Beispielsweise baute Julia Wäckerlin eine kleine Modelllandschaft mit grasenden Kühen unter einer Glasglocke. Remo Niederer und Lobsang Reichlin hingegen luden in ihrem Projekt Asylanten ein, sich mitten in die Halle zu setzen. Die Reaktionen des Publikums wurden zum Thema des Projekts.

Carina Johner / Joel Cruz & Livia Heim / Julia Wäckerlin / Karin Ospelt / Lobsan Reichlin & Tobias Niederer / Nisart / Paul Märki / Yvonne Schneider / Tobias Rechsteiner & Reto Moser / Musik: Shriduna / Poetry Slam: Elia Kaufmann

Arthur Junior hat Sturmfrei

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Arthur bekommt ein Kind. Ursprünglich war Arthur Junior nur eine Idee in den Köpfen von Sirkka Ammann und Maura Kressig, zwei junge Frauen, die Kunst vermitteln wollen. Da ihre Eltern zu den Gründungsmitgliedern der Kunsthallen Toggenburg und der seit 2006 jährlich stattfindenden Ausstellung Arthur gehörten, waren Sirkka und Maura oft an Kunstaustellungen. Schnell bemerkten sie aber, wie wenig Jugendliche an solchen Veranstaltungen interessiert waren. «Eigentlich schade», dachten sie sich. Und so wurde die Idee geboren, Jugendliche für Kunst zu begeistern. Die erste Kunstaustellung fand in einem Abbruchhaus, das die Kunsschaffenden aus der ganzen Schweiz von Grund auf neu gestalten konnten, statt. Jeder Kunstschaffende bespielte einen der 14 Räume. So fand man in der Ausstellung zum Beispiel eine überdimensionale Bratwurst auf mit Rosenöl polliertem Grund oder die zeichnerische Darstellung des Lebens von Ulrich Bräker in einem Lebensbaum. Über 300 Gäste nahmen an der ersten Ausstellung teil, darunter auch Schulklassen aus der Region.